Silbermedaille beim Finale reicht für den Gewinn des Gesamtweltcups- Platz 2 im Mixed





Betreuer: Reiner Lützenkirchen, Eberhard Claus
Reut/Winterthur. Großer Erfolg für die deutschen Armbrustschützen beim Weltcupfinale in Winterthur in der Schweiz: Simon Eiglsperger gewann nach beeindruckender Leistung Gold über die 10m, Jolanda Prinz Silber über die gleiche Distanz. Mit dem Erfolg sicherte sich Prinz auch den Gesamtweltcupsieg über die 10m-Distanz.
Das Weltcupfinale begann mit dem inoffiziellen 10m-Mixed-Wettbewerb. Im Vorkampf mussten die Mannschaften 587 Ringe und mehr schießen, um sich für das Finale der besten fünf Teams zu qualifizieren. Das Team Jolanda Prinz & Louis Fürst belegte hier den dritten Rang. Das zweite deutsche Team Sandra Reimann & Marius Klöckers (584) schied als Sechster aus. Im Finale konnten das deutsche sowie das französische Team eine Schwächephase der bis dahin führenden Schweizer nutzen und sich jeweils eine Position verbessern. Leider fehlte dem DSB-Duo am Ende nach hartem Kampf nur ein Ring, um die Franzosen noch einzuholen. Aber der zweite Platz war ein guter Start für die weiteren Wettbewerbe.
Jolanda Prinz, die sich schon während der Weltcup-Saison mit einem Weltrekord und vorderen Platzierungen die Spitzenposition der Weltrangliste erkämpft hatte, glänzte mit einem weiteren Ergebnis von 394 Ringen, erreichte das Finale der besten acht Schützinnen und sicherte sich dort nach einem spannenden Finale einen Platz auf dem Podest. Im Kampf um die „kleine“ Kristallkugel musste sie sich hier nur der Französin Lisa Roettelé mit zwei Ringen geschlagen geben. Die Französin erlaubte sich bei ihren 16 Finalschüssen lediglich zwei Neunerwertungen, Prinz schoss deren zwei mehr. Sandra Reimann verpasste als Vierte eine Medaille knapp, Katja Blos stand ebenfalls im Finale und wurde Siebte. Im Kampf um die „große“ Kristallkugel und den Titel „Armbrustschütze des Jahres“ konnte Jolanda mit dieser Platzierung nicht mehr eingeholt werden und sicherte sich nach dem zweiten Platz aus dem Vorjahr diesen Titel souverän. Überreicht wurde die Trophäe vom Zürcher Kantonsrat Herr René Isler. Er zeigte sich beeindruckt von den erbrachten Leistungen, die während des Welt Cup Finals in Winterthur erbracht und gezeigt wurden – hatte er sich doch während der Final-Wettkämpfe selbst ein Bild von der sportlichen Höchstleistungen der Athletinnen und Athleten machen können.
Neben dem Gesamtweltcupsieg für Prinz (10m) – sie war mit 275 Punkten und 15 Punkten Vorsprung erfolgreichster Schütze aller Frauen und Männer – fand auch Louis Fürst über die 30m als Dritter einen Platz auf dem Treppchen des Gesamtweltcups. Bemerkenswert war auch die Leistung der zweiten Buchbergschützin im Team, der Juniorin Anna Waldhör. In ihrem ersten Jahr auf internationaler Bühne verpasste sie in der Damenwertung mit 385 Ringen nur knapp um einen Ring den Einzug ins Finale der besten 8. Reiner Lützenkirchen, Bundesreferent Armbrust, lobte das deutsche Team: „„Wir können stolz auf unsere Athleten sein. Sie haben in den letzten Monaten bei Training und Wettkämpfen viel investiert und sich diesen Erfolg verdient.“